
Die Spannungen rund um den Nahostkonflikt laufen weiter und scheinen so bald kein Ende zu nehmen. Erst gestern verschärfte der US-Präsident seine Aussagen, dass er derzeit keine Eile daran sieht, den Krieg zu beenden, und lieber anhaltend über Sanktionen und Blockaden den Iran zermürben will. Dies sorgt am Weltmarkt für deutlich steigende Energiepreise, welche der US-Präsident willentlich und bestätigt in Kauf nimmt.
US-Präsident Trump droht Oman mit Angriffen
Seit einigen Wochen verhandeln der Oman und der Iran dazu, wie der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wiederhergestellt werden könnte. Nicht alle Ideen wurden von allen Seiten gut anerkannt, auch Gespräche zu gemeinsamen Zollerhebungen kamen aus. Klare Pläne wurden jedoch noch nicht gegeben. Gestern griff der US-Präsident bei diesem Thema ein und drohte dem Oman damit, das Land komplett zu zerbomben, sollte es in irgendeiner Art gegen die US-geführte Blockade von iranischen Schiffen und Waren vorgehen.
Trump betont Geduld im Konflikt
Nachdem der US-Präsident zu Beginn der Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran noch sagte, der Konflikt wäre spätestens binnen weniger Wochen gelöst, dreht sich die Stimmung nun und Trump will mehr Fokus auf Geduld im mittlerweile fast 6-monatigen Krieg legen. Der Fokus der USA liege ihm zufolge aktuell dabei, das Land durch wirtschaftliche Sanktionen und Abschneidung von Exportwegen zu schwächen und so zu einer Friedensfindung zu zwingen.
Mögliche Angriffe stellte Trump jedoch nicht gänzlich außenvor, so sei die USA in der Lage, ihre bisherigen Angriffe auf den Iran massiv zu verschärfen, sollte es zu weiteren Problemen kommen. Der eigenen Bevölkerung riet der US-Präsident derweil zur Geduld. Die steigenden Preise bei Ölprodukten seien demnach nötig, um den Iran davon abzuhalten, an Atomwaffen zu kommen, und müssten daher als Mittel zum Wohl der USA angesehen werden.
Heizölpreise steigen deutlich an
Mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und den scharfen Worten des US-Präsidenten wächst die Erwartung darauf, dass der Konflikt und damit einhergehend Versorgungsengpässe am Öl- und Energiemarkt länger bestehen bleiben. In direkter Folge kam es zu deutlichen Preisanstiegen bei Heizöl in Deutschland, weshalb Abnehmerinnen und Abnehmer heute mit Aufschlägen in höhe von +4,15 bis +5,15 Euro pro 100 Liter rechnen müssen. Diese Preisänderungen können sich aufgrund der stark unsicheren Entwicklungen im Konflikt und am Markt jedoch jederzeit ändern und sind daher nur Momentaufnahmen.
Source: Futures-Services

